Purpur-Knabenkraut und Maiglöckchen
Bald ist es so weit. Niemand wir mehr meinen Namen mit Fotos aus nebligen Birkenwälder in Verbindung bringen. Alle werden mir nachsagen, dass ich doch der Typ mit der Mütze bin, der dauernd nur Purpur-Knabenkraut und Maiglöckchen fotografiert. Ups. Und auch heute habe ich nichts anderes zu zeigen. Kann aber nichts dafür. Die Purpur-Knabenkräuter sind einfach das Opfer meines orchideenfotografischen Opportunismus. Ich nehme halt das, was da so schön in der Landschaft rumsteht und dabei gleichzeitig praktischerweise noch so fotogen ist. Und mit den Maiglöckchen ist es an sich dasselbe, wobei die noch den Vorteil haben, dass sie gerade mal fünf Kilometer Luftlinie entfernt im Wald rumstehen. Ich wäre ja doof, diese Gelegenheit nicht zu nutzen. Naja. Zumindest wenn es keinen Nebel hat. Und viel eindeutig als aktuell kann es den gar nicht nicht haben.
Doch damit nicht genug. Es ist ja dann blöderweise noch so - und das kennt man ja von den Birkenfotos, dass ich oft dieselben Motive fotografiere. Gestern habe ich bei einem “blöden” Purpur-Knabenkraut glaube ich 1 ½ Stunden darauf gewartet, dass die Sonne den Blütenstand doch noch erwischt. Hat sie auch, aber wirklich gelohnt hat es sich trotzdem nicht. Und dann ist es auch noch das Purpur-Knabenkraut gewesen, das es hier am 22. April (und nicht nur da) schon zu sehen gab.
Das Maiglöckchen dagegen ist zumindest eine “neue” Pflanze. Zugegebenermaßen auch eine Notlösung. An sich wollte ich heute Morgen ein neues Stück Wald besuchen und fotografieren. Stand dann aber vor einem Zaun und habe gemerkt, dass das wohl tatsächlich noch ein genutzter Hutewald ist. Von daher - und weil der Wald mit den Maiglöckchen direkt nebenan liegt - habe ich dann doch wieder Blumen fotografiert.

