Von woanders…
Der Vorteil, wenn man wo ist, wo man keinerlei ernsthafte, fotografische Ambitionen spürt, aber die Kameraausrüstung natürlich trotzdem dabei hat, weil man ja nie wissen kann, was vielleicht doch passieren könnte und überhaupt…
Also jedenfalls, der Vorteil, wenn man diese Ambitionen nicht spürt ist eindeutig, dass man - also ich in dem Fall - eben keinerlei fotografische Ambitionen hat!
Keine vorgefertigten Bilder im Kopf, keine andauernde innere Überprüfung, ob man den eigenen, meist total übertriebenen, fotografischen Ansprüchen gerecht wird. Nimm das, innerer Kritiker!
Kein vorgefertigtes Scheitern an den übertriebenen Ansprüchen, sondern einfach nur: Fotografieren, was irgendwie inspiriert. Und wenn nichts inspiriert, dann inspiriert halt nichts.
Praktisch, wenn es dann trotzdem Nebel gibt und irgendwo im Wasser irgendwelche Vögel rumstehen, die man dann gleichzeitig auch noch von einem Aussichtsturm aus fotografieren kann. Da kam dann doch die Inspiration zurück. Nicht sonderlich kreativ. Weil er hat noch nie im Leben Vögel auf dem Wasser stehend fotografiert und sehr großzügig belichtet? Aber trotzdem irgendwie nett.
Und auch die Details der Bäume und des Schilfgürtel im Nebel sind sicherlich keine naturfotografische Offenbarung, sondern einfach Landschafts- bzw. Naturdetails, die, aus welchen Gründen auch immer, dieses Wochenende meine Aufmerksamkeit erregt haben. Vielleicht wegen der Stille, die da für mich rüberkommt.
So wie’s ausschaut, geht’s hier bei mir in der Umgebung, wo ich mich dann wohl doch wieder meinem inneren Kritiker stellen muss, die kommenden Tage mit Morgennebel weiter. Mal sehen wie ich abschneide. ;) Ab Mitte/Ende der Woche kommt dann vielleicht ein Wetterwechsel mit richtig Nässe. Wäre echt langsam Zeit…

