Noch ein letztes Mal…
… bevor dann erstmal der Herbst so richtig kommt. Ein nebliger Morgen mit - oh Wunder - diesem Mal wenig nebligen Fotos und erst recht wenigen Birken im Nebel. Und irgendwie sowieso recht wenigen Fotos. ;)
Den Anfang machte heute Morgen eine Stunde vor Sonnenaufgang vor allem die Suche nach Nebel. War überraschend schwierig, aber an den richtigen Stellen gab’s welchen. Anfangs nicht viel, aber doch. Knapp um den Sonnenaufgang rum war’s am meisten, aber irgendwie war ich heute Morgen motivblind. Was soll’s.
Was ich heute Morgen mal wieder gemerkt habe ist, wie angenehm die Lichtstimmung doch ist, wenn es an sich noch kein Licht gibt. Dunkelheit, Kontrastarmut, Nebel und ein paar nette Bäume. Die Kombination ist einfach immer wieder super und ich habe gemerkt, dass sie sich aktuell für mich sowieso irgendwie stimmiger anfühlt, als Sonne und bunt und hell und überhaupt…
Dementsprechend dunkel ist auch das einzige wirkliche Baumfoto des Morgens. Eichen dieses Mal. Ich mag die Gruppe. Steht auch so nett, dass sie eigentlich fast immer Nebel abkriegt, wenn es irgendwie Nebel geben kann.
Wenn’s die kommenden Tage wirklich richtig nass wird, wäre das vielleicht auch mal wieder eine Option für den ein oder anderen Morgen irgendwo in einem Mittelgebirge mit aufliegenden Wolken. Mit Nässe wirken die Baumstämme in der späten Dunkelheit irgendwie halt doch direkt noch besser. Wenn so das erste Dämmerlicht auf die nassen Stämme trifft…
Ganz ohne Birken ging der Morgen aber trotzdem nicht vorbei. Letztens ist mir nach dem Fotografieren zu Hause am Bildschirm ein Pilz auf einem meiner nebligen Sonnenaufgangsbirkenfotos aufgefallen. Der war zwar heute Morgen nicht mehr da, dafür aber ein paar andere.
Grund genug zu probieren ein Foto davon zu machen. Mit Birken natürlich. Und auch wenn ich mein 135mm f1.8 dabei hatte, habe ich irgendwie nicht eine Sekunde daran gedacht, so ein klassisches, freigestelltes Foto zu machen. Auch kein Makropanorama. Irgendwie war mir nach Superweitwinkel.
Die Birkengruppe hatte heute Morgen zwar weniger Nebel als letztens, aber trotzdem ist mir dabei wieder aufgefallen, wieso ich im Nebel so selten richtig superweitwinklig fotografiere. So ein Superweitwinkelobjektiv tötet einfach auch das letzte bisschen Nebel. Natürlich nicht wirklich, aber zumindest wirkt’s auf den Fotos meistens so.
Hat aber trotzdem irgendwie was finde ich, auch wenn es auf jeden Fall noch besser geht. Wobei ich mich frage, ob der Nebel wirklich so dicht werden kann, dass es so aussieht, wie ich es mir vorstelle und ob, wenn er so dicht ist, wie er dann sein müsste, die Sonne überhaupt noch irgendwie eine Gelegenheit hätte, sich auch im Bild zu zeigen.
Naja. Wenn’s jetzt wirklich so richtig nass wird, gibt’s ja vielleicht bald ein paar mehr Gelegenheiten Pilze mit Superweitwinkel zu fotografieren. Wäre ja auch mal etwas Abwechslung zu den dauernden Birkenfotos… ;)

