Das ist halt der Herbst. Auch wenn es noch immer nicht DIE Nebellage für meine Birkenwaldfotos hatte diesen Herbst, kriegt man zu der Jahreszeit doch immer wieder mal Nebel, der zumindest im Sommer so richtig überhaupt keine Lust hätte aufzutauchen. Von daher ist und bleibt der Herbst einfach eine meiner vier Lieblingsjahreszeiten.
Ich bin ja auch wirklich glücklich darüber, dass die meisten Birken nicht zu sehr unter der Dürre im Sommer gelitten haben. Manche haben zwar deutlich weniger Laub, als üblich, andere haben etwas mehr davon abgeschmissen, als sie es vermutlich getan hätten, wenn es nicht gar so trocken gewesen wäre, aber insgesamt kriegt man doch eindeutig noch schön viel gelbes Laub geboten. Das stimmt mich dann auch direkt wieder optimistisch für meinen Birkenwaldnebel! Kommende Woche, ich wäre bereit?
Gestern Morgen war’s dann gleichzeitig noch so kalt, dass der ganze Boden voller Reif war. Ich mag’s ja, wenn dann das ganze Ginstergestrüpp nicht mehr so grünlich ist, sondern einen netten Reifüberzug hat. Mit der aufgehenden Sonne dann direkt noch netter. Gibt so nette Farbverläufe von oben weiß nach unten grün und dann halt noch das Licht dazu. Hat einfach was. Auch wenn man das jetzt auf den Fotos nicht so wirklich sehen kann, weil sich irgendwie die Birken in die Fotos gemogelt haben. Verurteilt mich nicht dafür!
Und bitte auch nicht dafür, dass ich diese Birkengruppe hier jetzt fast noch öfter fotografiere, als meine eigentlichen Lieblingsbirken. Die tun sich halt grad so schwer mit dem Nebel…
Heute Morgen war der Nebel dann ein ganz anderer. Im Gegensatz zu gestern, als es einfach ziemlich komplett windstill war - sonst hätte sich der Bodennebel auch gar nicht so halten können - war’s heute windig, kalt und eigentlich fast schon unangenehm draußen. Aber es gab halt doch wieder Nebel.
Ich wollte ja eigentlich gar nicht raus. Aber man will ja viel eigentlich nicht und macht es dann doch und dann ist es oft ja gar nicht so schlecht gewesen es zu machen, manchmal sogar richtig gut. Bin mir jetzt nicht so ganz sicher, ob das für den kurzen Ausflug, hier direkt bei mir über den Rhein, auch gegolten hat. Wobei eigentlich schon. Aber zumindest konnte ich meine rosarote Brille, die sich mir immer automatisch aufsetzt, wenn ich Nebel sehe, bildlich ganz gut festhalten. ;)
Was man nicht wirklich sieht: Das Siebengebirge. Was ich übrigens prinzipiell ganz gut finde. Ich komme - vor allem fotografisch - einfach nicht damit klar, dass auf den Hügeln dort überall Burgen, Ruinen, Hotels oder Gasthäuser stehen. Heute Morgen dachte ich mir: Spring doch mal über deinen Schatten! Nur weil dieser alleine stehende Baum da oben auf der Löwenburg dich an die Ruine erinnert, sieht er doch noch lange nicht unnatürlich aus. Und vor allem: Wen interessiert das schon?
Eben. Und dann habe ich gemerkt, dass man auf dem Foto sowieso eher nichts sieht außer viel rosa und lila…
Zwei Sonnenaufgänge
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