Ein nebliger Spätsommermorgen
Hach! Es gibt sie ja doch noch! Diese Sonnenaufgänge mit Windstille, wenigen Wolken, richtig kühler Luft und vor allem natürlich dichtem Nebel. Dass es den Nebel gab, ist wohl vor allem dem vielen Regen der vergangenen paar Tage zu verdanken. Der rettet zwar die vertrockneten Wälder dieses Jahr nicht mehr, aber Flora und Fauna werden sich trotzdem gefreut haben. Ich jedenfalls habe mich gefreut, als es so richtig schön und vor allem auch lange geregnet hat. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte das noch paar Tage so weitergehen können.
Noch mehr gefreut habe ich mich allerdings heute Morgen, als ich eine Stunde vor Sonnenaufgang bei frischen 5°C durch den Nebel spaziert bin. Es geht einfach nichts über einen Spaziergang durch dichten Nebel in der frühen Morgendämmerung.
Im Wald selbst war der Nebel zwar Mangelware, aber damit habe ich heute Morgen sowieso nicht gerechnet. Womit ich auch nicht gerechnet habe war, dass die Heide es an einigen Stellen doch noch geschafft hat zur Blüte zu kommen. Nicht flächig und immer unterbrochen von komplett vertrockneten Stellen, aber ich müsste lügen, wenn ich jetzt behaupten würde, dass das fotografisch nicht irgendwie auch ganz spannend gewesen wäre. Zumindest ist die Farbkombination aus lila und bräunlichen Farbtönen deutlich angenehmer anzuschauen, als diese Mischung letztens in den vertrockneten Wäldern aus Brauntönen und blassem Grün.
Gleichzeitig war das auch der erste Test meines neuen Objektivs. Ich hab jetzt ein Sigma 20–200mm F3.5–6.3 DG | Contemporary als Ersatz für mein an sich sehr geliebtes Panasonic 24-105mm f4. Allerdings hat das jetzt leider den Weg alles irdischen genommen und sich entschieden lieber nicht mehr funktionieren zu wollen. Kann ich total nachfühlen. Es hat wohl doch einmal zu oft die Schwerkraft im praktischen Einsatz erlebt. Die Reparatur würde auch mehr kosten als ein “neues” gebrauchtes Exemplar mit Gewährleistung im neuwertigen Zustand…
Nun denn, das Sigma 20-200mm ist irgendwie sowieso das, was ich mir immer als “Waldobjektiv” gewünscht habe. Und ich weiß ja nicht so genau wie Sigma das gemacht hat, aber es ist eigentlich einfach zu gut für ein Objektiv mit den Daten und in der Größe. Bin gespannt wie es sich in der Zukunft so macht, wenn es dann mal wieder Nebel hat…

