Fast Nebel und schon wieder Blausternchen
Nach langer Zeit war ich gestern Morgen endlich mal wieder Birken besuchen. Ich hatte einen Hauch von Hoffnung auf flache Morgennebelfelder. Zum Glück war’s nur ein Hauch von Hoffnung, sonst wäre die Enttäuschung vermutlich deutlich größer gewesen. Der Hoffnungshauch wurde nämlich glatt vom Hauch sichtbarer Feuchtigkeit in der Luft unterboten. Mit viel Brennweite hat’s immerhin zeitweise so ausgesehen, als ob es Nebel gehabt hätte.
Ist aber nicht so wirklich tragisch. Dauert ja sowieso noch ein paar Tage bis es dann zumindest die Birken blühen und sich die Allergiker richtig freuen dürfen. Andererseits, mit Nebel geht’s auch ohne frisches Grün. Für ein paar wenige Fotos hat’s trotzdem gereicht. Nächstes Mal wäre ich dann trotzdem für richtigen Nebel.
Nachdem der Morgen also nicht ganz so gelaufen ist, wie ich es mir in meiner blühenden Fantasie ausgemalt habe, bin ich dann tatsächlich abends nochmal los. Ganz ungewöhnlich. Der Sonnenuntergang findet aber halt auch noch zu einer Uhrzeit statt, die selbst ich nur schwer als “zu spät” bezeichnen kann. Und ich hatte das Gefühl, dass ich noch eine Rechnung mit den Zweiblättrigen Blausternchen offen hatte. So ganz zufrieden war ich mit den Fotos der letzten Tage noch nicht. Nicht, dass ich sie irgendwie schlecht finden würde, aber es hat einfach noch so das letzte Quäntchen Licht der tiefstehenden Sonne gefehlt. Und gerade dort ist ja nach Westen hin alles offen. Perfekt also für den Sonnenuntergang.
Ich glaube es hat ganz gut funktioniert. Würde fast behaupten, dass ich mit den Zweiblättrigen Blausternchen jetzt fertig bin. Andererseits, mal sehen was die kommenden Tage bringen. An sich wären ja jetzt dann die Küchenschellen dran. Wäre ja auch langweilig, wenn man nicht jedes Jahr immer genau dasselbe machen würde…

