Waldkauz bei Sonnenuntergang
Kommt auch eher selten vor, dass ich sowohl bei Sonnenaufgang, als auch bei Sonnenuntergang fotografieren bin. Als ich mir gestern die Wetteraussichten angeschaut habe, dachte ich mir: Vielleicht doch nochmal die sichere Sonne am Abend nutzen und endlich einen Plan umsetzen, den ich schon lange hatte, aber nie umgesetzt habe.
Ich weiß gar nicht so genau, was eigentlich der Grund dafür ist, dass ich ungerne bei Sonnenuntergang unterwegs bin. Vielleicht liegt es daran, dass die morgendliche Einsamkeit irgendwie fehlt? Vielleicht sind es die wärmeren Temperaturen am Abend? Vielleicht ist es die Tatsache, dass es abends fast nie Nebel hat? Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass der Sonnenaufgang irgendwie alleine deshalb schon netter wirkt, weil es da hell und nicht dunkel wird. Ich - als alter Optimist - finde Sonnenaufgänge einfach fröhlicher und Sonnenuntergänge immer irgendwie bisschen Melancholie ausstrahlend und düster.
Wie dem auch sei. Zumindest das mit dem Nebel konnte gestern Abend eher nicht als Ausrede herhalten. Ich wollte schließlich möglichst ungebremstes Licht der untergehenden Sonne um einfach mal zu sehen, was dann mit dem Waldkauz und seiner Umgebung so passiert. Seine Umgebung war übrigens auch der Grund dafür, dass ich es jetzt machen wollte und nicht erst in den kommenden Wochen. Der Waldkauz lebt nämlich neben und in Kastanien. Und wer sich nur ein bisschen mit Bäumen auskennt, wird wissen, dass Kastanien da so ein kleines Problem mit Rosskastanienminiermotten haben. Meistens dauert es nicht lange, und das an sich ja wirklich hübsche Laub der Kastanien schaut aus wie im Spätherbst nach einem Sommer mit vielen Hagelgewittern.

