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Fotorückblick 2022

Schon wieder 365 Tage vorbei, schon wieder war es ein komisches Jahr. Verrückt scheint das neue normal zu sein. Aber naja, meine fotografischen Aktivitäten sind davon zum Glück großteils unbehelligt geblieben. Vielleicht hat sich die manchmal malträtierte Psyche auf die entstandenen Fotos ausgewirkt, aber das muss ja nicht unbedingt von Nachteil sein.

Inzwischen ist es glatt das dritte Jahr hier in Bonn. Spannend finde ich ja, dass ich noch immer nicht richtig in der Eifel war (abseits der Orchideengebiete) und mich auch das Hohe Venn noch nicht gesehen hat. Faszinierend. Dabei waren das damals, als ich ganz frisch hier war, die Plätze, die ich auf jeden Fall so schnell wie möglich sehen wollte... ;)

Ich bin halt noch immer in den gleichen Gebieten unterwegs und mit der Zeit kommt dann auch das Wissen was, wann, wo und so. Achja, letztes Jahr habe ich ja noch darüber gejammert, dass ich hier bisher keine Steinpilze gefunden habe. Sogar das Problem wurde diesen Herbst in Fußentfernung von zu Hause aus gelöst. Woohoo. Und damit zurück zur Fotografie.

Jetzt kopiere ich glatt einen Satz aus dem letzten Fotorückblick: Insgesamt sind auch dieses Jahr wieder ein paar Fotos entstanden, die mir richtig gut gefallen, einige die mir gut gefallen und viele, die ich halt auch gemacht habe... ;)

Und bevor es gleich richtig losgeht: Auch dieses Jahr gibt's wieder einen fotografischen Jahresrückblick in meinem YouTube-Kanal!

Bestes Foto (mit Begründung):

Dieses Jahr sind's aus Versehen 14 beste Fotos des Jahres geworden. Eigentlich wollte ich mich wieder auf 13 beschränken, aber dann kam im Dezember noch Schnee bis ins Flachland und überraschenderweise ist dabei ein Foto entstanden, das mir so gut gefallen hat, dass es noch mit rein durfte. Also...



Die #1 (von links oben nach rechts unten), weil... Wie könnte man so eine Stimmung schon nicht mögen? Das war einfach so ein netter Morgen über dem Hochnebel im Siebengebirge. Sonne und Schatten haben sich auch Mühe gegeben an den richtigen Stellen im Bild zu sein. Gefällt mir einfach!

Die #2, weil... Da durfte ich doch glatt mal einen Sonnenaufgang mit Schnee, also wirklich frischem Schnee, nicht so bisschen letzten Ranzschnee, im Flachland erleben und bin dann zufällig auch noch über ein Motiv gestolpert, das die Stimmung, die da herrschte, ganz gut rüberbringt. Die Kiefernstämme mit ihren warmen Farben und dann die kühle durch die vom Schnee überzuckerte und helle Landschaft. Das passt für mich einfach.

Die #3, weil... Der Morgen war einfach gut. Kurz, aber gut. Hochsommernebel. Kurz nach Sonnenaufgang war's vorbei mit der Magie. Ich fand's und finde es noch immer schön, wie der Nebel da in verschiedenen Ebenen zu erkennen ist. Dazu dann die zum Teil doch recht markanten Bäume, die sich ziemlich fotogen im Bild aufgestellt haben. Und wie könnte es anders sein, die Farben passen auch noch dazu.

Die #4, weil... Hier gefällt mir vor allem auch die Farbmischung richtig gut. Unten die Folgen des trockenen Sommers mit dem bräunlich-roten Farn, dann der Farbverlauf im Nebel von hell zu bläulich und das alles in Kombination mit einem an sich recht coolen Motiv, bei dem mir der Blick in den nebligen Hintergrund in der Mitte gut gefällt. Passte einfach.

Die #5, weil... Das Foto hat für mich eine ziemlich dichte Atmosphäre und lebt für mich sowohl vom hübsch waldigen Motiv und der ziemlich coolen Farbpalette. Der Nebel hat einfach alles gegeben an dem Morgen. Ziemlich cool! Mehr davon!

Die #6, weil... Da muss ich doch keinen Grund angeben? Birken, Herbst, Nebel... Und naja, vielleicht wichtig: Die Bäume wachsen nicht stur gerade, das hat ja immer was. Einer meine Favoriten des Jahres überhaupt! Und an der Stelle sind noch einige andere Fotos entstanden, die es eigentlich auch verdient hätte zu den Top 13 14 zu gehören...

Die #7, weil... Wenn ich mich für ein Foto entscheiden müsste, bei dem ich dieses Jahr sage: Das ist es! Das ist mein Foto des Jahres. Vermutlich wäre es das hier. Kam die letzten Jahre selten vor, dass ich wirklich ein Foto hatte, bei ich dieses Gefühl hatte. Aber hier passt für mich einfach alles. Motiv, Farben, Bildaufbau und vor allem auch die Aufnahmebedingungen mit Nebel und sonnigen/schattigen Bereichen. Das war ein genialer Morgen!

Die #8, weil... Das ist genau die Art Orchideenfotos, die mir eigentlich immer im Kopf rumschwirrt, die dann aber meistens nicht wirklich zu machen ist, weil's einfach nicht gescheit geht! Hier hat's aber endlich Mal gepasst: freistehende Orchidee (Purpur-Knabenkraut), davor eine Wiese mit blühenden Schlüsselblumen und im Hintergrund lichter Wald mit insgesamt viel Helligkeit. Das war einfach schön!

Die #9, weil... Aufgehende Sonne in unscharf über einer taubenässten Wiese mit einer Orchidee hat ja schon was, aber mit zwei ist's ja doch noch viel besser. Die beiden Stattlichen Knabenkräuter am Anfang der Orchideensaison standen perfekt in der noch sehr niedrig gewachsenen Wiese. Musste nur noch warten bis die Sonne an diesem recht dunstigen Morgen aufging. Ein sehr netter Tag mit Orchideen war das.

Die #10, weil... Hier gefällt mir vor allem die Farbmischung (mal wieder) sehr gut. Ok, der Baum ist natürlich von sich aus schon nicht übel. Das orangene Herbstlaub, dazu die recht final verblühte Heide, die im Morgengrauen lila erschien und dann noch der Hauch von Nebel, haben die Situation aber zu was besonderem gemacht.

Die #11, weil... Auch so ein Foto, bei dem es mir die Farbpalette einfach angetan hat. Die Eiche vorne mit dem Glanz im Laub, dazu der Blick nach hinten in den doch recht lichten und vor allem mit viel Unterwuchs garnierten Wald. Rechts dann die Birke. Passt! Ein Nebelmorgen wie er sein muss!

Die #12, weil... Küchenschellen sind ja immer gute Fotomotive. Ich habe sie viel zu lange stiefmütterlich behandelt. Lag einfach daran, dass sie meist in weiter Ferne blühten. Jetzt sind sie nicht mehr ganz so weit weg und wenn man sich dann etwas Mühe gibt, kann man richtig Spaß mit ihnen haben. Das Foto ist dabei entstanden. Mir macht's Spaß es anzuschauen. Passt!

Die #13, weil... Das Zweiblättrige Zweisternchen hier hatte das Glück, dass meine Metallsonnenblende innen eine Reflektion erzeugt hat, die diesen netten orangenen Kringel produziert hat. Eigentlich ein nerviges Problem, in dem Fall allerdings sehr gut zum Foto passend. Muss ja nicht immer technisch perfekt sein. ;)

Die #14, weil... Dieses kleine Buschwindröschen mit geschlossener Blüte erinnert mich wohl vor allem an einen sehr netten verregneten Tag im Siebengebirge. Das Foto ist auch schön anzusehen, mal wieder ist die Farbpalette dran schuld. Dazu dann die Pflanze, die als einziger Schärfepunkt im Bild klein im Bild steht.

Bestes nicht gemachtes Foto:
Da stehen dieses Jahr sogar zwei (nicht gemachte) Fotos zur Auswahl: Frauenschuh mit mehr Sonne und Hirsch mit Geweih. Das Frauenschuhfoto in den Alpen hatte ich mir etwas anders vorgestellt. An sich mit aufgehender Sonne, die entweder den Hintergrund anstrahlt oder direkt irgendwo im Wald mit im Bild zu sehen ist. Das hatte ich irgendwie so nett vor Augen. War dann aber doch eine eher schattige Angelegenheit. Ist an sich aber auch nicht wo wirklich schlimm, ist halt ein anderes Foto entstanden als geplant...

Und dann wäre da noch das Hirschfoto, das dieses Jahr nicht entstanden ist, aber genau wie das Frauenschuhfoto auch einfach gar nicht entstehen konnte, weil es die Aufnahmesituation für mich gar nicht gab. Wobei das macht ja irgendwie das beste nicht gemachte Foto aus? Jedenfalls, ein Foto in der Art (klick mich an!) nur mit einem Hirsch mit Geweih. Ich wäre glaub ich mit dem Thema Hirsch für eine ganze Weile durch. Oder auch nicht?

Beste Bezwingung des inneren Schweinehundes:
Das war dieses Jahr eindeutig die Übernachtung im Biwaksack in den Alpen im Juni. Wollte ich schon ewig mal wieder machen, habe nur immer "gute" Gründe gefunden es nicht zu tun. So war's dieses Mal an sich auch. Praktischerweise war entweder das Wetter nicht sicher genug oder irgendwas anderes war gerade wichtiger. Am Ende gab's dann praktischerweise keinen Grund mehr es nicht zu machen und dann ging's los. Und ja, es hat wieder Spaß gemacht. Fotos sind dabei zwar keine wirklich spannenden entstanden, aber das macht nicht viel. Muss auf jeden Fall wiederholt werden nächstes Jahr! Die Ausrüstung dafür ist auch schon etwas optimiert. Wie man's halt so macht. Dinge kaufen, die man dann oft gar nicht braucht... ;)

Bestgenutzte Chance:
Da gibt es dieses Jahr nicht spezielles. Aber ich würde den gesamten Herbst mit den verhältnismäßig vielen guten Nebelmorgen dazu zählen. Letztes Jahr habe ich den "perfekten" Nebelmorgen ja verpasst (Klick mich an!). Dieses Jahr nicht. Keinen davon. Das war jedenfalls glaub ich auch auf das ganze Jahr bezogen mein Highlight. Selten hatte ich so viel Spaß beim Fotografieren dort im und um den Birkenwald rum. Wird man dann bei den Fotos hier im Artikel im Oktober, November und Dezember auch sehen.

Erkenntnis des Jahres:
Zu viel Verbote! Nervig!

Kamerahardwareupgrade des Jahres:
Da gab's an sich ein paar sinnvolle (könnte man drüber diskutieren) Dinge dieses Jahr. Mit dem Feisol CT-3472 Rapid habe ich mir ein neues Stativ gegönnt, das stabiler und größer ist als mein altes, das praktischerweise langsam auseinandergefallen ist und ich damit endlich einen guten Grund hatte ein neues zu kaufen. Dann gab's vor kurzem dank Cashback Aktion für mich das Sigma 150-600mm DG DN, das mein adaptiertes Sigma 150-600mm Contemporary ersetzt hat und jetzt Dinge ermöglicht, die davor einfach nicht gingen (schnellerer und besserer AF und richtige Wetterfestigkeit vor allem).

Als sinnvollste Beschaffung des Jahres würde ich beides allerdings nicht bezeichnen. Den Titel hat sich mein neuer Fotorucksack verdient. Der "MindShift Gear BackLight Elite 45L Storm Grey". Endlich muss ich nicht mehr überlegen was ich alles mitnehmen soll. Ich nehme einfach immer alles mit! Egal ob ich nur Fotos machen will oder auch Videos dazu entstehen sollen. Platz ist jetzt mehr als genug. Und sogar die Biwakausrüstung inkl. was zu trinken und was zu essen passt noch mit rein bzw. dran...

Videohardwareupgrade des Jahres:
Ich hab's noch nicht, weil es irgendwie nicht wirklich lieferbar ist, aber vorbestellt ist es: Das Panasonic 9mm f1.7 für MFT. Bisschen bescheuert, dass ich mir ein Objektiv extra für meine Videos bestelle. Ich habe auch lange überlegt ob es sinnvoll ist. Es wird sich zeigen. Für die Videos ist's allerdings auf jeden Fall praktisch. Bessere Lichtstärke und mehr Umgebung mit drauf beim "Vloggen". Und wenn mir danach ist, muss ich jetzt den Arm auch nicht mehr ganz so arg ausstrecken wie bisher bei den 12mm... ;)

Goldene Himbeere:
So komplett schiefgegangen ist dieses Jahr an sich nichts. Eine Sache ist aber auf jeden Fall nicht ganz optimal gelaufen. Ich war vermutlich vor lauter Euphorie etwas unachtsam und habe dadurch bei einem an sich richtig coolen Foto den Fokus etwas versemmelt. Der Vordergrund ist perfekt scharf, nach hinten dann nicht mehr ganz so gut. Dabei wäre auch das gegangen. Es geht um dieses Foto (Klick mich an!). Vielleicht neige ich da aber auch etwas zur Übertreibung? Kaputt ist das Foto dadurch zum Glück nicht. ;)

Und jetzt geht's zum Jahresrückblick. Zusätzlich hier noch die Links zu den Rückblicken von 2021, 2020, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011 und 2010.

Januar

Zum Glück gab's im Januar den ein oder anderen Tag mit Nebel. Weil so als Wintermonat war der Januar ein ziemlicher Reinfall. Nein, nicht nur ziemlich, ein Komplettreinfall! Im Blog habe ich am 26. Januar geschrieben:

"Das Problem ist nur, dass die letzten Wochen in Sachen Wetter und Licht so ziemlich die schlimmsten waren, an die ich mich erinnern kann. Andererseits, ich verdränge die Vergangenheit wohl nur."

Und ja, eindeutig. Kein Schnee, nicht mal im Siebengebirge. Selbst Reif gab es nur ein einziges Mal. Nun denn, so ist das halt manchmal hier in der Gegend. Und wohl nicht nur hier. Für ein paar nette Ausflüge in den Wald hat's trotzdem gereicht. Weil wie geschrieben: Nebel gab's ja. Vor allem im Siebengebirge weiter oben. Ist ja auch was wert. Vor allem wenn man ihn dann doch auch mal von oben fotografieren kann!


Hier der Link zu den gesamten Blogbeiträgen im Januar: Klick mich an!

Februar

Oh je, oh je. Der Februar war noch schlimmer als der Januar. Zumindest als Wintermonat. Einen Vorteil hat der Februar ja aber: Die Tage werden schon deutlich länger und die Aussicht auf die ersten blühenden Frühblüher stimmt auch direkt optimistischer. Deshalb musste ich dann Anfang Februar im Blog wohl einfach mal folgendes loswerden:

"Was soll’s? Ich habe den Gedanken an einen Winter, der den Namen Winter verdient, für dieses Jahr einfach beerdigt. Hilft ja nix. Positiv stimmt ja, dass es jetzt einfach schon eindeutig in Richtung Frühling geht."

Ansonsten erinnere ich mich aber gerne an den Februar zurück. War er doch der Monat, in dem ich zum ersten Mal wirklich so richtig in echt eine wildlebende Eule sehen und fotografieren durfte! Keine Ahnung wieso, aber Eulen faszinieren mich. Und deshalb war der Waldkauz für mich echt ein Highlight des Jahres. Viel mehr gab's auch gar nicht im Februar. ;)


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März

Der März hatte dieses Jahr wohl den Vorteil, dass es keinen Winter gab. Jedenfalls ging's für mich dann doch recht früh mit der Pflanzenfotografie los. Anfang März schon die ersten Buschwindröschen, Küchenschellen und vor allem auch Zweiblättrige Blausternchen. Das hat schon was! Passend dazu Anfang März aus dem Blog:

"Habe heute eine kleine Runde in der Sonne durch die nördlichsten Teile des Siebengebirges gemacht und bin dabei über einige blühende Pflanzen gestolpert..."

Während die erste Hälfte des Monats wohl irgendwie den Zweiblättrigen Blausternchen gehört hat, war die zweite Hälfte eindeutig für die Küchenschellen da. Achja. Ein bisschen Landschaftsfotografie gab's auch. Da kam doch glatt so langsam wieder die Freude am Fotografieren zurück!


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April

Das ist 2021 auch schon passiert, nur war's damals eindeutig edler: Schnee Anfang April. Dieses Jahr war's irgendwie zu viel des Guten. Siehe auch was ich im Blog dazu geschrieben habe:

"Es war zu viel Schnee! Ja, das ist jetzt Luxusrumgeheule und an sich kann es ja kaum zu viel Schnee geben. Aaaaber: Die ganzen blühenden Blumen waren heute Morgen dann einfach komplett im Schnee verschwunden..."

Auch abseits der im Schnee versunkenen Blumen war der Monat ziemlich cool. Abwechslungsreich, von allem was dabei. Hirsche, Nebel, erstes richtiges Grün, erste blühende Orchideen und die sogar bei perfekten Bedingungen. Eigentlich kann man sich von einem April kaum mehr wünschen.


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Mai

Komisch, wenn ich mir jetzt die Fotos so anschaue, bin ich überrascht, dass es gar so wenig Landschaftsfotos zu sehen gibt. Der Mai ist ja an sich so der Monat, in dem das mit der Landschaftsfotografie wieder richtig losgeht. Aber wie ich im Blog schon geschrieben habe:

"Darauf habe ich eine ganze Weile gewartet. Auf einen schön verregneten Tag (bzw. eher Morgen) mit Nebel im Siebengebirge. Gefühlt kommt das auch immer seltener vor."

Zum Glück gibt's aber ja immer was zu fotografieren im Mai. Alles voll mit blühenden Pflanzen: Maiglöckchen z.B. und natürlich Orchideen! Alles voller Orchideen! Also halb so schlimm, dass das mit den Landschaften, vor allem in der Wahner Heide, nicht so ganz klappen wollte.


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Juni

Im Juni ist was passiert, was schon lange nicht mehr passiert ist: Ich war im Urlaub in den Alpen. Jetzt nicht unbedingt nur um zu fotografieren, aber natürlich auch um zu fotografieren. Wie steht's schon im Blog:

"Klar habe ich auch fotografiert, aber ein Fototrip im eigentlichen Sinne war’s nicht. Ich glaub so viele Tage am Stück habe ich schon lange nicht mehr “ausgeschlafen”… ;)"

Aus den Alpen wieder zurück zu Hause, gab's dann auch endlich ein paar Mal mehr den passenden Nebel für frühlingshaft-frischgrüne Landschaftsfotos in meinen Lieblingswäldern im Siebengebirge und in der Wahner Heide. Ich bin da ja weiterhin froh darüber, dass im Juni Orchideen- und Waldfotografie nicht mehr gar so arg in Konkurrenz zueinander stehen...


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Juli

So richtig hat man's zumindest Anfang Juli noch nicht gemerkt, aber die Dürre war da an sich auch schon da. Nur die Auswirkungen noch nicht so sichtbar. Richtung Ende des Monats sah's dann schon anders aus. Im Blog dazu:

"Ich war an sich sogar überrascht darüber, dass ich, wenn auch nur in der Ferne, überhaupt Nebel gesehen habe. Wäre ich Nebel, ich hätte nicht gewusst, wie ich bei dieser Trockenheit existieren könnte. ;)"

Insgesamt war der Monat halt wie so ein Hochsommermonat ist. Großteils das typische Sommerloch für mich. Aber es gab auch nette Sonnenaufgänge mit Nebel, Begegnungen mit Hirschen und immer mal wieder einen Besuch beim Waldkauz. Passt schon.


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August

Im August hat die Natur dann gezeigt, was passiert, wenn es einfach nicht nur zu wenig, sondern viel zu wenig regnet. Ein ziemliches Trauerspiel. Oder wie ich im Blog geschrieben habe:

"Habe heute Morgen eine kurze Runde im Siebengebirge gedreht. War ein Fehler. Jetzt weiß ich nämlich, wie übel es dort teilweise ausschaut. Mein im Frühling noch saftig grüner Lieblingshügel gleicht einem Trockenheitsgemetzel."

Das "lustige" daran ist ja, dass es auf den Fotos im Rückblick jetzt gar nicht so tragisch wirkt. Gab ja eh noch Nebel, die Birkenwälder waren auch noch grün und hochsommerlich sieht's im Hochsommer halt mal aus. Aber das wäre halt zu kurz gedacht. Einen Vorteil hatte die Trockenheit aber: Dadurch, dass die Heide nicht so richtig blühen wollte, blieben die Menschenmassen dort erstmal aus. ;)


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September

Die Trendwende! Dieses Jahr war's wirklich so: Kaum ist der erste Herbstmonat da, denkt sich das Wetter so: Okay, dann kann ich ja auch wieder mal ein bisschen Regen vom Himmel werfen. Dazu im Blog:

"Es hat geregnet, es hat nochmal geregnet und es wird auch weiterhin nochmal regnen! Fühlte und hörte sich richtig gut an... Schön auch, dass dann sofort auch der Nebel wieder mitmacht"

Fotografisch gab's zwar teilweise eindeutig noch "Probleme" mit den Auswirkungen der Dürre. Aber manchmal macht sich auch vertrocknetes Farn ganz gut im Bild und nicht jede "verbrannte" Heideblüte ergibt automatisch einen unfotogenen Vordergrund. Achja, sogar die Pilze kamen mit dem Regen direkt wieder...


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Oktober

Bester Monat aller Zeiten! Nein, ganz so weit würde ich nicht gehen. Aber dieses Jahr war der Oktober schon ziemlich edel. Ach, vielleicht war's zumindest der fotografisch beste Oktober aller Zeiten? Wald und Pilze! Im Blog dazu:

"Zeigt sich aber mal wieder, dass ein riesiger Haufen schöner Pilze zwar genauso schön anzuschauen ist, fotografisch aber nicht all zu viel bringt, wenn die Pilze nicht dort stehen, wo sie stehen sollten. ;)"

Zum Glück gab's dann doch noch dort Pilze, wo sie stehen sollten. Und nicht nur das: Viel Nebel in den Wäldern. Auch dort wo ich ihn haben wollte. Da sind echt ein paar Fotos entstanden, über die ich so richtig froh bin!


Hier der Link zu den gesamten Blogbeiträgen im Oktober: Klick mich an!

November

Naja... Also der Anfang des Monats war noch ganz okay. Was dann kam, ging schon so ein bisschen in Richtung Februar 2022: Kompletter Müll! Dazu passend aus dem Blog:

"Ich merke aber, dass ich so langsam doch mal wieder etwas mehr Licht und Nebel hätte. Oder meinetwegen auch einfach Schnee ohne Licht und Nebel… Wobei, ne. Nebel müsste schon sein."

Andererseits, reicht es nicht, wenn ein kleiner Teil des Monats so gut ist, dass Fotos entstehen, über die man sich auch noch lange danach freuen kann, weil die Bedingungen einfach so gut waren? Ja? Okay. Nein! Tut es nicht! ;)


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Dezember

Oha. Schon komisch. Ein Dezember. Der erste Wintermonat. Und er verdient den Namen Winter? Wann kam das denn das letzte Mal vor? Kann mich gar nicht daran erinnern... Passend dazu aus dem Blog:

"Der erste Schnee! Früher als letzten Winter, eindeutig. Und ich mag mich täuschen, weil die Erinnerung ja immer über- oder untertreibt, aber mich dünkt es war jetzt schon mehr als den gesamten letzten Winter."

Jedenfalls ein sehr abwechslungsreicher Monat dieser Dezember. Wirkte anfangs noch alles sehr herbstlich, ging's dann mit dem Schnee schnell in Richtung Winter. Und das bis ins Flachland und inklusive Sonne. Und sogar tagsüber Schneefall. Was will man mehr? Außer mehr vom selben? ;) Über das eigentliche Ende des Jahres breite ich einfach mal den Mantels des Schweigens aus...


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Und nächstes Jahr?

Also mein Plan (*) ist ja, einfach mehr von dem zu machen, was ich dieses Jahr gemacht habe. Mehr Birken, mehr Wald, mehr Nebel, mehr Orchideen (oder vielleicht auch einfach mehr Blumen allgemein?), mehr Hirsche (mit Geweih) und ja, einfach mehr von dem, was es hier sowieso immer zu sehen gibt. Nur weil ich immer das Gleiche fotografiere, muss es ja nicht immer gleich aussehen... ;)

Nachdem es dieses Jahr mit den Hirschen irgendwie nicht so geklappt hat, bin ich am überlegen, ob ich das 2023 irgendwie etwas besser hinkriegen kann. Mal sehen. Das ist auf jeden Fall eines der ernsteren Vorhaben. Wie immer. Was die Orchideen betrifft: Das war dieses Jahr schon sehr nett. Ein paar Dinge hätten besser klappen können, meine Suche nach einem blühenden Roten Waldvöglein ging mal wieder voll in die Hose. Das wäre dann für 2023 auch mal wieder auf der Liste. Vielleicht verlege ich 2023 zur Orchideensaison zwischendurch auch einfach mal meinen "Wohnort" weiter nach Süden...

Außerdem: Weil es dieses Jahr im Herbst sehr gut mit Nebel und Birkenwäldern geklappt hat, bin ich am Überlegen nächstes Jahr bei solchen Gelegenheiten vielleicht auch mal andere Waldgebiete zu besuchen. Wird zwar schwer fallen, aber einen Versuch ist es wert. Oder zumindest den Versuch es zu versuchen?

Ansonsten wäre der vorher schon erwähnte Trip in die Alpen mit Übernachtung natürlich auf der Liste. Der Test hat ja ganz gut geklappt, also wäre es an der Zeit das wirklich mal anzugehen. Natürlich nur, wenn es zu einer Zeit passiert, zu der ich hier in meiner Gegend wenig verpasse. Also quasi nach der Orchideenblüte und vor der Hirschbrunft. Oder so. Sommer also. Wäre eh passend, da sind die Nächte im Biwaksack nicht ganz so lang und vor allem im Vergleich zu Bonn auch angenehm frisch.

Viel mehr habe ich mir aktuell auch gar nicht vorgenommen, reicht ja sowieso schon?

Achja, ein paar Hardwarepläne habe ich noch: Für die Orchideensaison werde ich mir glaub ich ein gebrauchtes 200mm f2.8 zulegen. An sich wäre auch eine richtige Backupkamera für die Panasonic S1 angedacht, mal sehen was die S5 Mark II so können wird, die soll ja bald auftauchen. Mehr allerdings bisher nicht. Allerdings tauchen Pläne ja sowieso immer recht spontan auf. Also mal schauen was wirklich kommt. Falls die S5 Mark II sinnvoll ist, könnte das auch meinen am Anfang des Jahresrückblicks genannten Plan, das 9mm f1.7 für die Videos zu besorgen, durcheinanderbringen. Wieso nicht gleich alles mit L-Mount machen? Mal abwarten...

(*) Mal sehen was dann wirklich passiert, mit Plänen ist das ja immer so eine Sache... ;)

Einen hab ich noch...

Auch dieses Jahr gibt's ein kleines bisschen Statistik. Wieder zu all den Fotos, die hier im Jahresrückblick zu sehen waren und in den gleichen Kategorieren wie im Jahresrückblick letztes Jahr. Ist immer wieder interessant wie sich die Dinge so entwickeln.

Zu den Schwänen muss ich glaub ich nichts mehr schreiben, das Thema ist (leider) durch. Wobei ich es letztens im Schneefall sogar versucht habe, da hätte es glatt ein Comeback der Schwäne im Schneefall geben können. Wurde allerdings leider nicht fündig... Also die Schwäne sind wie letztes Jahr bei 0,nix geblieben. Kein Schwanenfoto das ganze Jahr!

Anders sieht's mit den Hirschen aus. Da waren schon welche dabei, allerdings scheint der Trend auch ziemlich eindeutig zu sein, es geht abwärts! Und das ungewollt. Das ist ein bisschen ärgerlich an der Sache. Hoffentlich dreht sich der Trend kommendes Jahr um. Ideen hätte ich genug und eigentlich auch genug Stellen, an denen die sich umsetzen lassen sollten. Nur an den Gelegenheiten hat's gemangelt.

Die Orchideen dagegen hatten dieses Jahr eindeutig ein Comeback. Es war aber auch ein ziemlich edler früher Frühling was die Orchideen betrifft. Ging gut los im flachen Gras und das Wetter hat auch mitgespielt. Wenn's 2023 ähnlich läuft, bin ich absolut zufrieden. Nur hätte ich gerne endlich mal wieder ein Rotes Waldvöglein. Hat man zwischendurch glaub ich schon rauslesen können... ;)

Dass es dieses Jahr einen so geringen Anteil an Birken gab hat mich etwas überrascht. Kam mir irgendwie anders vor. Liegt vielleicht daran, dass einige der Birkenfotos einfach so spannend waren, dass es sich nach mehr angefühlt hat? Weil Qualität ja sowieso wichtiger als Quantität ist, passt das schon so.

Genauso überraschend war für mich übrigens, dass das Siebengebirge dieses Jahr recht oft auf Fotos zu sehen war. Oder eher kleine Ausschnitte des Siebengebirges. Hätte ich auch nicht gedacht. Ist aber ein Trend, den ich auf jeden Fall gut finde.

Interessanteweise scheint es bei den Fotos aus der Wahner Heide einen Abwärtstrend zu geben. Komisch. Kam mir gar nicht so vor. Aber nachdem es deutlich weniger Birkenfotos zu sehen gab, ist das eigentlich auch nicht wirklich überraschend. Woran's liegt weiß ich gar nicht. Andererseits, das bedeutet ja nicht, dass ich weniger dort unterwegs war. Vielleicht war ich ja auch nur insgesamt öfter unterwegs? ;)

Weniger überrascht hat mich, dass der Nebel dieses Jahr eine (noch) größere Rolle gespielt hat auf den Fotos. Auf mehr als der Hälfte der Fotos hier im Jahresrückblick ist Nebel zu sehen. Da war's wohl "praktisch", dass die Dürre sich doch großteils auf den sowieso eher nebelarmen Sommer beschränkt hat und pünktlich zum Herbst dann doch wieder sinnvolle Mengen an Regen gefallen sind und damit wieder Potential für Nebel entstanden ist, das auch genutzt wurde. Der Trend darf sich 2023 gerne fortsetzen.

Wald im eigentlichen Sinn ist zwar weiterhin auf mehr als der Hälfte meiner Fotos zu sehen, aber da gibt's doch eindeutig einen Abwärtstrend. Viel weiter nach unten kann's aber glaub ich gar nicht gehen, zumindest weiß ich nicht, was sich sonst noch an Motiven finden könnte? ;)

Vielleicht sollte ich nächstes Jahr mal ein paar Statistiken zur verwendeten Hardware machen? Hmm... Habe ja noch ein Jahr Zeit zu überlegen.

Zum endgültigen Ende auch dieses Mal wieder ein paar Lieder...

Ich höre ja beim Fotografieren keine Musik. Ansonsten aber fast immer. Deshalb hier ein paar der Lieder, die mir (nicht nur, aber auch) dieses Jahr gut gefallen haben:

- Wolf Larsen - If I Be Wrong
- Cold Blue - In Peace (Chill Mix)
- Alice Boman - Don't Forget About Me
- Tocotronic - Die neue Seltsamkeit
- James - Getting Away With it (All Messed Up)

Das war's! Damit ist 2022 für mich Geschichte. Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein - wie immer nicht nur fotografisch - erfolgreiches Jahr 2023. Viel Spaß!



Bonn, 28. Dezember 2022