Gutes Licht!
Und dann sowas. Dabei mach(t)e ich das doch an sich nur als Schlechtlichtaktivität, wenn mir wirklich gar nichts mehr einfallen will und ich trotzdem, aus welchen Gründen auch immer, das Gefühl habe, ein Foto machen zu müssen. Was, wenn ich so darüber nachdenke, in letzter Zeit wohl sehr selten vorgekommen ist. Zumindest habe ich die vergangenen Jahre wirklich wenige “Wischer”, “Wackler” oder ähnliches, also ICM (Intentional Camera Movement), gemacht. Ich bin übrigens überzeugt davon, dass die englische Bezeichnung nur existiert, damit die Art der Fotografie irgendwie seriöser wirkt. ;)
Sonnenfinsternis
Ich bin ja so ein Arsch. Ich habe echt lange gehofft, dass der Himmel einfach nur bedeckt ist, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. Dann hätte ich mir den selbstgemachten Druck erspart, irgendwas mit der Sonnenfinsternis machen zu “müssen”. Schließlich hat das ja doch Seltenheitswert und auch wenn es hier keine totale Sonnenfinsternis war, mit fast 90% Verdunklung war es halt doch ein verdammt seltenes Ereignis. Dazu noch die fotografisch ziemlich edle Uhrzeit: So eine tiefstehende Sonnenfinsternis bietet theoretisch doch viel mehr Potential als eine um zwölf Uhr mittags, wenn die Sonne weit oben am Himmel steht.
Videomittwoch: Dörrwaldfotografie
Da gab es doch mal diese Tradition, dass ich jeden Mittwoch ein Video bei YouTube hochlade. Es gibt sie wieder. Heute zumindest. Ich habe nämlich gemerkt, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn man beim Fotografieren keine positiven Emotionen dem gegenüber hat, was man fotografiert, es gehen auch extrem schlechte Emotionen! Hauptsache es gibt welche. Wobei der Wald ja gar nichts dafür kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der sich das auch nicht ausgesucht hätte mit der Trockenheit. Jetzt probiert er halt mehr oder weniger gut damit zurechtzukommen.
Trockener Nebel
Schon faszinierend. Egal wie trocken es da draußen aktuell auch ist, Nebel kann man an den richtigen Stellen trotzdem noch finden. Ein meteorlogisches Mirakel (das Wort wollte ich schon immer mal benutzen)!
War aber schon ein Erlebnis: Trockene Schuhe und trockene Hose beim durch die “Wiesen” gehen. Tau war da eindeutig nicht viel. Ich will gar nicht wissen, wie viel Nebel das heute Morgen gehabt hätte, wenn es nicht schon seit fast sieben Wochen nicht mehr wirklich geregnet hätte. Vermutlich wäre ich drin versunken oder hätte zumindest eine Machete gebraucht.
Das lief doch etwas anders, als geplant
Da bin ich wieder. Zurück aus den Alpen und zurück von der Schwäbischen Alb, die ja nicht nur als Zwischenstopp zwischen Bonn und Alpen immer wieder ganz gut ist. Genau wie beim letzten Mal Ende Mai / Anfang Juni war ich mit einem halbwegs ausgearbeiteten Plan unterwegs:
1.) Der Hitze entkommen.
2.) Ein Ziel aussuchen, das dieses Mal wirklich für Landschaftsfotos genutzt werden sollte.
3.) In kein Gewitter geraten, wenn ich irgendwo am Berg biwakiere.
4. ) Alles andere mehr oder weniger dem Zufall überlassen.
Mein Vortrag beim GDT Naturfotofestival 2026
Jetzt, wo das Programm online ist, kann ich es ja auch hier verraten. Ich muss darf meinen Vortrag “Nebenan” dieses Jahr im Herbst (23. bis 25. Oktober) beim Internationalen Naturfotofestival der GDT in Lünen halten!
Und naja. Eigentlich wollte ich den Vortrag eindeutig nur einmal in meinem Leben halten. Ich stehe echt ungern auf einer Bühne und dazu noch reden macht es jetzt auch nicht gerade besser. Das war eher so ein bisschen als Therapiestunde für mich selbst gedacht: Ich habe zum ersten Mal öffentlich darüber gesprochen, was in meinem Leben dafür gesorgt hat, dass ich so geworden bin, wie ich bin und was genau die Naturfotografie eigentlich damit zu tun hat…
Trocken, trockener, am trockensten!
Also inzwischen hat es zwar seit 31 Tagen nicht mehr wirklich geregnet, aber noch immer wabert Nebel am Morgen durch die Landschaft. Sehr vereinzelt, aber doch. Schon auch irgendwie faszinierend. Wenn es nicht gar so trocken wäre, wäre der Nebel an einem Morgen wie heute aber vermutlich trotzdem deutlich mehr. War nämlich so richtig schön kühl, klar und windstill. Perfekte Bedingungen für Nebel. Deshalb war er auch an einem Tag wie heute da.
Nochmal auf der Birke
Nachdem es heute Vormittag endlich mal nicht durchgehend sonnig war, hatte ich viel Zeit mehr oder weniger neugierig aus dem Fenster zu schauen und auf den Buntspecht auf der ziemlich finalen Birke zu hoffen. Und wow, während ich da so geschaut habe, hat zwischendurch sogar Regen vorbeigeschaut!
Cooler war aber, dass der Buntspecht auch vorbeigeschaut hat! Zweimal sogar! Beim ersten Mal war er noch etwas schüchtern und hat sich an die für mich falschen Stellen gesetzt, beim zweitem Mal hatte er wohl Mitleid…
Die Heide blüht!
Okay, das ist leicht übertrieben. Eigentlich blüht noch fast nichts und das was blüht, dürfte wohl - der Trockenheit geschuldet - eher eine Notblüte sein.
Den letzten, wirklich messbaren Regen gab’s vor inzwischen drei Wochen. Dank der recht feuchten Vorgeschichte ist das bisher aber eher nur ein Problem für Wiesen und co. Blöderweise schaut’s aber auch für die kommende Zeit nicht so wirklich nass aus. Flächiger Regen ist eher nicht zu erwarten. Und so schön Gewitter (oder meinetwegen Schauer) auch sind, die bringen höchstens lokal was. Und selbst da ist es ja oft so, dass es dann einfach zu viel in zu kurzer Zeit regnet und das meiste oberflächig abfließt…
Jetzt hab ich’s schon wieder getan…
Und ich habe schon wieder direkt bei Sonnenaufgang probiert, irgendwas mit dem Nebel anzufangen. Das ist zwar eher nur so mäßig gut gelungen, aber immerhin habe ich endlich mal wieder Birken auf einem Foto! Also, so richtig, als Baum und nicht nur als irgendwas, auf was irgendwas anderes draufsitzt.
Heute Morgen war’s übrigens wieder mal faszinierend, wie sehr sich das, was ich gesehen habe von dem, was ich dann fotografiert konnte, unterschieden hat. Da hat sich mal wieder gezeigt, wie gut das Hirn darin ist, alles Störende auszublenden und den Fokus rein aufs “Perfekte” zu legen…
Und noch ein Sonnenaufgang
Welch Euphorie! Ich drifte wieder in ein Zitat ab, das Einstein so nie gesagt hat: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten." Eigentlich passt es ja zu mir. Also Wahnsinn. Aber ich habe trotzdem keine Ahnung was ich eigentlich erwarte aktuell.
Ich war heute Morgen wieder dort, wo ich in letzter Zeit öfter war. Einfach deshalb, weil’s dort halt den Nebel hat. Und ja, es ist mit Nebel besser als ohne Nebel. Und ja, es ist bei Sonnenaufgang hübscher als irgendwann tagsüber…
Auf der Birke
An manchen Tagen, wenn ich so richtig gar keine “Lust” habe das Haus zu verlassen, bin ich ja ganz froh darüber, dass ich beim Blick aus dem Fenster eine Birke sehe. Die lebt zwar nicht mehr, aber zumindest steht sie noch einigermaßen stabil in der Landschaft.
Zur Befriedigung meines Birkenfetisch ist das natürlich praktisch. Und ja auch nicht ganz neu. Also die Fotos, die dabei entstehen. Gab ja schon einige zu sehen hier. Falls sich jetzt jemand fragt, welche das gewesen sein sollen. Es waren welche mit Vögeln drauf…

